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Europäische Hauptstadtkonferenz der Gewerkschaftsbünde Berlin 2001
»Europas Jugend braucht Bildung und Arbeit«
 
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07.09.2001

„Man beschwert sich über den Fluss, der die Ufer überflutet; keiner beschwert sich über die Ufer, die den Fluss einengen.“
Thierry DUMEZ aus Paris (CGT) zitiert Brecht

/cc/img/pool/DCP_2513-Thierry-Dumez.jpg Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und mangelnde oder unzureichende Ausbildung führen zur Haltlosigkeit und zu Gewaltakten unter den Jugendlichen, welche nicht nur Täter sondern in erster Linie auch Opfer sind.
Die weltweite Protestbewegung zeigt jedoch, dass junge Menschen durchaus politisch und sozial engagiert sind, und sich nicht von der durch die italienische Regierung organisierte Gewalt einschüchtern lassen.

In Europa sind 17% der jungen Erwachsenen arbeitslos.
Trotz eines erneuten Wachstums und der Einführung von Regelungen wie der 35 Stunden-Woche oder der "Plan Jugendarbeitsplätze" sind in Frankreich noch 600 000 junge Erwachsene (unter 25 Jahre) arbeitslos, darunter allein 80 000 in der Pariser Region.
Damit nähert sich die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen 20% im Vergleich zu einer Arbeitslosenrate von 9,8% der französischen Gesamtbevölkerung.

In der Pariser Region machen die jungen Leute 21% der arbeitenden Bevölkerung aus. Jährlich zieht die Region durchschnittlich 45.000 Jugendliche aus der Provinz an, für 60% von ihnen ist die Beschäftigung ausschlaggebend.

Das Programm von 1997 zur Einführung der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt sah die Schaffung von 350 000 Arbeitsplätzen für Jugendliche vor und hat 280 000 jungen Leuten unter 25 Jahre Beschäftigung ermöglicht.
Da es sich vorwiegend um befristete Arbeitsverhältnisse handelt, bemühen sich Jugendliche und Gewerkschaften, diese in langfristige Beschäftigunsverhältnisse umzuwandeln.

Frankreichs Gewerkschaften weisen insbesondere unter den Jugendlichen eine schwache Beitrittsquote auf, und das Bild der Jugendlichen vom Gewerkschaftswesen ist defizitär.


 

 
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